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Schürfraupe SR 85 Menck & Hambrock

 

Baujahr: 1971

Einsatzgewicht: 36 Tonnen

Kübelvolumen: 8,5 cbm

Motor: Mercedes 10 Zylinder

Leistung: 220 PS

Geschwindigkeit: 14 km/h

 

Die exklusivste Baumaschine der Welt.

Die Schürfraupe ist eine echte 1 Mann-Baumaschine. Sie kann in einem Arbeitszug Erde abtragen, transportieren, einbauen und verdichten. Sie ist aber nicht mit einem Scraper vergleichbar, der durch seine Gummiräder nicht bei jedem Wetter und Untergrund arbeiten kann und einen Wendeplatz zum Umdrehen benötigt. Auch kann er Erdreich nicht einplanieren so wie eine Schürfraupe. Zudem kann diese in bis zu 1,8 Meter Wassertiefe arbeiten. Die Raupe ist eine rein deutsche Entwicklung, die bis in die 30ger Jahre zurückgeht. Erst nach Konkurs von Menck & Hambrock übernahm die japanische Firma Nippon die Produktion.

Die Geschichte der Menck Schürfraupe

Die Erfindung der Schürfraupe geht zurück bis vor den 2. Weltkrieg. Die Armee benötigte eine Maschine, mit der Panzergräben schnell ausgehoben werden konnten. So wurde zuerst ein 1 Kubikmeter Scraper von der Firma Menck & Hambrock gefertigt. 1939 wurde dann die Mutter der heutigen Schürfraupe entwickelt. Nach der SR 43 und dem Krieg wurde es still. Erst 1953 wurde von Menck die SR 53 gebaut. Mit 6,5 Kubikmetern Kübelinhalt und 120 PS Deutzmotor wurde die SR 53 bis 1966 gebaut. Nach der SR 65 und der SR 85 wurde 1979 nach rund 350 Maschinen die Produktion eingestellt. Bis dahin war die Schürfraupe eine exklusive deutsche Produktion. Ende der 50 ger Jahre wurde durch Edwin Frutiger die erste SR in die Schweiz geliefert. Die Firma Nippon Sharyo (Japan) kauften nach den erfolgreichen Einsätzen in der Schweiz die Lizenz von Menck. Sie bauten 1965 die kleine Sr 40 bzw. SR140. Ab 1969 wurde die SR 264 gebaut und über 2000 Stück verkauft. Aus den Erfahrungen in Japan und Europe wurde die SR 200 entwickelt. Mit ca. 10 Kubikmetern Kübelinhalt und der gewaltigen Förderleistung konnte die Firma Frutiger die SR in ganz Europa an die heutigen Baustellenanforderungen anpassen. 2003 wurde von Urs und Jürg Frutiger die Sr 3000 Tiger vorgestellt. Mit 15 Kubikmetern Inhalt und modernem Dieselmotor wird auch in Zukunft die Idee der Schürfraupe weiter leben.  Übrigens gründete Frutiger senior die "Bruderschaft der Schürfraupenfahrer". Regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch von den "Rittern der Schürfraupe" werden nach wie vor gepflegt.

Weserhütte Hydrowolf HW 70

Weserhütte stellte 1964 seinen ersten Hydraulikbagger vor. Bei den ersten Prototypen kooperierte man noch mit der französischen Firma Choc. Wenig später wurde eine eigenen, "Hydrowolf" getaufte Reihe auf den Markt gebracht. Sie fiel gegenüber allen anderen Herstellern durch eine besondere Auslegerkinematik auf. Nach der ersten Bauform wurde in den späten 60gern ein neues Design eingeführt, dessen typische Merkmale die nach vorn geneigte Kabine und das völlig runde Baggerheck waren. Bei der Überarbeitung des Typs HW 70 zum HW 75 wurde die zunächst fast kreisrunde Oberwagenplattform an der Vorderseite begradigt, während die erst später vorgestellten Typen HW 50, HW 130 und HW 250 diese Optik von Beginn an erhielten. Außerdem baute Weserhütte gebrauchte HW 70 um, sie erhielten dabei ebenfalls die gerade Front. 1970 wurde das Design der Weserhütte- Hydraulikbagger, für das sich E. Hofmann-Igl verantwortlich zeichnete, in der Kategorie "Transport und Verkehr" mit dem renommierten "iF Product Design Award" ausgezeichnet. Nach 1973 erfolgten bei Weserhütte keine Neukonstruktionen mehr und Anfang der 80ger Jahre wurden die Hydraulikbagger wieder vom Markt genommen. Dementsprechend selten sind die Hydrowölfe heute.

Fiat Laderraupe

 

Baujahr: 1962

Leistung: 80 PS

Gewicht: 6,5 Tonnen

Schaufelinhalt: 1,00 cbm

 

Fiat baut nicht nur schnelle Autos, sondern auch schwere Baumaschinen. 1032 wurden die ersten Raupenschlepper für die Land- und Forstwirtschaft produziert. Daraus entstanden 1945 nach Kriegsende die ersten Planierraupen für die Bauwirtschaft. Fiat erweiterte sein Angebot und 1958 kamen italienische Calzolari-Radlader dazu. Jedoch konnten bis 1967 nur 240 Stück verkauft werden, und so wurden ab 1970 britische Radlader verkauft.  Durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit Allis Chalmers rief Fiat den Baumaschinenkonzern Fiat- Allis ins Leben. 1986 formierte sich das Unternehmen in Europa  als Fiat Hitachi, wobei die Bagger japanische Konstruktionen, die Planier- und Laderraupen weiterhin italienischer Herkunft sind.

 

Hanomag 44 C

 

Baujahr: 1985

Gewicht: 11,5 Tonnen

Leistung: 120 PS

Schaufelinhalt: 2 cbm

 

Warum steht der Radlader Kopf?! Man könnte denken, es handele sich um einen Scherz oder einfach um eine andere Art des "Hinstellens". Jedoch der Hintergrund ist ernster.

Als in den 50ger Jahren die ersten  Radlader gebaut wurden, hatten sie noch keine Fahrerkabine. Der Maschinist saß im freien und war dem Wetter, Schmutz und herumfliegenden Steinen schutzlos ausgeliefert.  Anfang der 60 ger Jahre wurden dann die ersten Schutzdächer, teilweise noch mit Planen, auf den Radladern montiert. Mit der Zeit setzten sich dann die vollständig verglasten Kabinen durch. Damit hatte der Fahrer nun Schutz vor dem Wetter, jedoch nicht vor der größten Gefahr. Den Überschlag. Und diese Gefahr ist bei Radladern sehr groß. Vor allem bei knickgelenkten Maschinen, wenn der Fahrer voll nach einer Seite lenkt, vergrößert sich der Radabstand auf der Außenseite so weit, dass bei einer Hangfahrt oder durch Überfahren von Hindernissen, der Radlader zur Seite kippen und umfallen kann. Nachdem sich diese Unfälle häuften, machte die Tiefbau-Berufsgenossenschaft Mitte der 70 ger Jahre, die die überrollsicheren Kabinen zur Auflage. Der Radlader besitz einen Überrollkabine. Um zu zeigen, wie viel so eine Kabine aushalten muss, haben wir zur Demonstration, den Radlader auf seinen Kopf gestellt. Es wirken nun 10 Tonnen Druck auf die Kabine. Bei einem solchen Unfall wäre unser Fahrer sicher gewesen.

Eimerkettenbagger Maschinenfabrik Ertmer

 

Baujahr: 27.06.1955

Gewicht: 15,5 Tonnen

Leistung: 20 PS

Stundenleistung: 40 cbm

Einsatzort: Dachau

 

Der Begriff Eimerkettenbagger:

Die in Tagebauverfahren eingesetzten Gewinnungsgeräte. Die Idee zum Bau dieser Bagger geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Im Tagebau wurde erstmals 1885 ein Eimerkettenbagger eingesetzt. Dieser wurde über eine 110 PS Dampfmaschine angetrieben. Prinzip des Eimerkettenbaggers ist es, dass Fördergut mit Eimern abzutragen.

 

 

Lanz Raupenschlepper

 

Baujahr: 1964

Leistung: 60 PS

Gewicht: 3,5 Tonnen

Schaufelinhalt: 0,6 cbm

 

Die wenigsten wissen, das der legendäre Schlepperfabrikant Hermann Lanz in den fünfziger und sechziger Jahren auch Raupenschlepper mit einer Scheaff Planiereinrichtung baute. Bekannter noch ist der 1958 präsentierte Industrielader Varimont. Dessen ausgeklügeltes Lenksystem basierte auf einer kombinierten Lenkung. Die Vorderräder ließen sich begrenzt einschlagen, beim Erreichen des Begrenzungspunktes trat wie bei einer Raupe, das Abbremsen einer Antriebsseite ein. Der Lader wurde bis 1979 gebaut, danach folgte der Kompaktlader Zetcat.

 

John Deere Raupe

 

Baujahr: 1962

Gewicht: 7 Tonnen

Leistung: 75 PS

Schaufelinhalt: 1,2 cbm

 

Motor

Der Motor ist das Herz jeder Maschine und treibt diese an. Bei Baumaschinen werden schon seit vielen Jahren hauptsächlich Dieselmotoren verwendet. Zum einen haben sie einen großen Drehmoment, das heißt viel Kraft auch bei wenig Umdrehung, zum anderen sind sie sehr robust und langlebig. Außerdem verbrauchen sie weniger Kraftstoff als Benzinmotoren. Der Motor ist vorne zwischen Fahrer und Ladeeinrichtung längs eingebaut. Zwar behindert er die Sicht des Fahrers, wirkt sich aber beruhigend auf den Planiervorgang aus.

 

Getriebe

Das Getriebe ist mit dem Motor fest verbunden und hat zwei Hauptaufgaben. 1. Vor- und Rückwärtsfaht. 2. Umsetzten der Motorkraft in verschieden schnelle Umdrehungen. Damit die Raupe vorwärts oder rückwärts fahren kann, ist ein Umschaltgetriebe notwendig. Durch Drücken der Kupplung und Einlegen des Richtungsganges, fährt die Raupe in die gewünschte Richtung. Wenn die Raupe kraftvoll schieben soll,  muss eine kleine Übersetzung, sdas heißt der erste Gang, eingelegt werden. Soll nun eine längere Strecke ohne Kraftaufwand aber möglichst schnell zurück gelegt werden, so ist eine große Umsetzung, das heißt ein hoher Gang, einzulegen. Das Getriebe besteht aus einer Vielzahl von Zahnrädern, die über die Kupplung geschaltet werden.

 

Differential und Lenkbremse

Das Differential ermöglicht einen Ausgleich des Kraftflusses bei Kurvenfahrten. Wenn die Raupe eine Kurve fährt, dann drehen sich die Antriebsräder unterschiedlich schnell. Damit dabei keine Spannung in dem Antriebsgang entsteht, wird über das Differential die Kraft spannungsfrei verteil. Die Lenkbremse ermöglicht der Raupe Kurven zu fahren. Raupen fahren zum Beispiel eine Rechtskurve, indem die rechte Kette ausgekuppelt und abgebremst wird. Dies geschieht durch drücken des rechten Fußpedals. Damit können Raupen fast auf der Stelle drehen.

 

Clark Michigan 35

 

Kleinster Bruder vom 475 C

 

Baujahr: 1963

Leistung: 80 PS

Gewicht: 6,5 Tonnen

Schaufelinhalt: 1,00 cbm

 

Die Firma Michigan baute bereits 1971 den weltgrößten Radlader, den 675. Sein Gewicht lag bei 190 Tonnen mit einem Schaufelinhalt von 18 cbm.

Erst ca. 20 Jahre später wurde dieser Rekord gebrochen. Der zur Zeit weltgrößte Radlader kommt von Le-Tourneau (USA). Er hat 250 Tonnen Gewicht und 50 cbm Schaufelinhalt.

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