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Kaelble

Die Firma Kaelble in Backnang war ein Baumaschinen-, Motoren- und  und vor allem für Straßenroller-Zugmaschinen bekannt. Heute sind die "Unternehmensreste" in der TEREX Kaelble GmbH zu finden, die einer der Unternehmensbereiche der Terex GmbH ist.

Das Unternehmen wurde 1884 in Cannstatt als Reparaturwerkstatt für Gerbereimaschinen von Caroline und Gottfried Kaelble gegründet. Fünf Jahre nach dem Umzug nach Backnang im Jahr 1895 wurde die Produktion von Maschinen aufgenommen. Konstrukteur war der Sohn des Gründerpaares, Carl Kaelble. 1908 begann die Fertigung von Motorstraßenwalzen.

Im Jahr 1933 begann die Deutsche Reichsbahn, mit der Zustellung von Güterwagen an Kunden ohne Gleisanschluss mit Straßenrollern System Culemeyer . Zum Transport der Straßenroller wurden spezielle Zugmaschinen benötigt, für die Kaelble der Hauslieferant wurde. Bekannt waren in der Vorkriegszeit die Express-Zugmaschine Z 3 für den innerstädtischen Verkehr. Auch die Deutsche Bundesbahn bezog bis zur Einstellung des Straßenrollerbetriebs ihre Zugmaschinen von Kaelble, zum Beispiel die K 631.

Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde die Produktpalette um Kipper ergänzt. Bekannt sind die KV 34, KVW 34 und der K 20. Auch Lastkraftwagen waren bis in die 1960er Jahre im Angebot.

Im Jahr 1976 erfolgte die Fusion mit der Firma Gmeinder in Mosbach, an der Carl und Hermann Kaelble seit 1925 beteiligt waren. 1979 wurde Kaelble-Gmeinder von der libyschen Firma Lafico übernommen, die zum Hauptabnehmer der Produkte wurde.

Als Folge des Libyen-Embargos musste das Unternehmen 1996 Konkurs anmelden. Aus den Resten des Unternehmens wurden die Firmen Gmeinder, die den Lokomotivbau fortführte, und die Kaelble Baumaschinen und Reparatur gegründet, welche mittlerweile zum amerikanischen Baumaschinenkonzern Terex gehört.

In der ehemaligen Fabrikhalle, der Kaelblehalle in der Mühlstraße 13 in Backnang, ist heute eine Techniksammlung mit Exponaten aus der lokalen Industriegeschichte untergebracht. Die bis zuletzt auch zur Aufarbeitung von Gebrauchtmaschinen genutzte Produktionshalle am Stadtrand von Backnang fiel am 6. April 2006 einem Großbrand zum Opfer.

Quelle: Wikipedia

 

 

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